Über mich

Hallo,

ich bin Isabell – hier unter dem bloggenden Pseudonym “Textourette” –  und bin Gymnasiallehrerin… GEWESEN. Genau bis Ende April 2015. Ich habe nämlich gekündigt – mit allem Drum und Dran. Nach über 7 Jahren im Job. Lebenszeitverbeamtung finito! Fühlt sich gut an! 😉

Meinen Blog “Familie trifft Schule” gibt es seit Februar 2014. Er hat mich also über meinen Ausstiegsprozess aus dem Beruf begleitet, wie der geneigte Leser schnell erkennen wird. Somit haben sich auch die Themen im Laufe der Zeit verändert. Was als kritischer pädagogischer Kommentar zu aktuellen Schul- und Erziehungsthemen begann, ist in den letzten Jahren zum Lehrerausstiegs-Erfahrungsbericht geworden.


Heute leite ich mit meinem Partner unser gemeinsames Unternehmen und übe nebenher eine freiberufliche Selbständigkeit aus. Die Entscheidung des Ausstiegs habe ich keine Sekunde bereut. Ich arbeite nach wie vor recht viel (was als Selbständiger auch mit dem frischen Nachwuchs, den wir mittlerweile haben, irgendwie nicht ausbleibt), doch die Arbeit, die ich jetzt mache, ist für mich von ihrer Intensität her überhaupt nicht mit der totalen Zermürbung des Gymnasiallehrer-Daseins vergleichbar. Ich genieße meine neue Freiheit und bekomme plötzlich überraschend hohe Wertschätzung. Rückblickend war das ein jahrelanger, surrealer Horrortrip.

Wer jetzt meint, ich sei als Lehrerin wahrscheinlich von vorne herein ungeeignet gewesen und hätte die Hälfte meines Studienrätinnen-Daseins krankgeschrieben auf Fuerteventura verbracht:

Ich hatte stets Bestnoten, kaum Fehltage, habe mich für meine Schüler krumm gelegt, anregenden und aktuellen Unterricht gemacht, mich weitergebildet, war immer für Elternfragen ansprechbar, das ganze altruistische Programm eben. Weder hasse ich Schüler noch Menschen im Allgemeinen, und bin auch kein verschüchtertes Mäuschen, das im Lehrerzimmer weint (was übrigens vollkommen OK ist!).

Mir darf die Behauptung erlaubt sein, dass Schule von Menschen wie mir am Laufen gehalten wird. Von Selbstaufgabe, Überstunden, Idealismus – der Rest ist Behörde. Meine Schüler und auch deren Eltern waren äußerst traurig als ich ging – und die meisten Kollegen vollkommen entgeistert. Klar, ich hatte ja auch für alle super funktioniert.

Mit dem Ausstieg war ich mir endlich mal selbst am nächsten.


Mein Ziel ist es, neben den vielen lustigen und unterhaltsamen Lehrerblogs, die Anekdoten und Horrostories aus dem Schulalltag beschreiben (meine Verbeugung vor Frau Freitag und anderen bloggenden Kollegen), einen pädagogischen Info- und Meinungsblog zu erstellen, der in erster Linie MIR Spaß macht und mit dem ich mentalen Hausputz betreiben kann. Wenn dies dich unterhält oder darüber hinaus auch noch andere Dinge für dich tut: High Five!!! 😉

Darüber hinaus stecke ich grade in der Planung, meine Seite zu erweitern: In einem geschützten Login-Bereich werde ich eine Lehrer-Online-Community aufbauen, in der ein diskreter Austausch zwischen Aussteige-Aspiranten, Aussteigern, Zweiflern und Änderungs-hungrigen ermöglicht werden soll. Zudem wird es Anbindung an einen Anwalt, einen Gründungscoach für Selbständigkeit und andere Infomaterialien geben.

Aktuell schreibe ich an einem Buch zu meinem Ausstieg und generellen Tipps und Strategien um seinen Ausstieg oder auch eine innerschulische Neuorientierung umzusetzen. Tatkräftig unterstützt werde ich dabei von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Trage dich gerne in meinen Verteiler ein, um mehr dazu zu erfahren.